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Leiblach/Unterhochsteg
Foto: HD Vorarlberg/R. G...

Hydrographische Übersicht Österreichs - Juni 2010

Bis auf eine Hitzewelle vom 8. bis zum 12. Juni, ließ der Sommer aufgrund von Tiefdruckwetterlagen über Mitteleuropa etwas auf sich warten. Obwohl die Tagesmaxima oftmals nicht über 13°C hinaus kamen, wurde das vieljährige Temperatur - Monatsmittel an keinem Ort in Österreich unterschritten.

Der Monat ist geprägt durch ergiebige Niederschläge zu Beginn und im zweiten Monatsdrittel. Anhaltende Tiefdruckgebiete über Mitteleuropa und dem Mittelmeer brachten in dieser Zeit sonnenarme Tage, regnerisches Wetter, Starkniederschläge und Schneefälle bis etwa 1000 m. Nach dem April und dem Mai 2010 war die Region im Osten von Niederösterreich zum dritten Mal in Folge die niederschlagsreichste des Bundesgebietes. Nur in Osttirol, in Kärnten und der südlichen Steiermark wurden die Vergleichswerte der Niederschlagssumme nicht erreicht. Für das gesamte Bundesgebiet ergab sich somit ein Niederschlagsplus von ca. 10%.

Die Starkregenereignisse Ende Mai setzten sich besonders in Ostösterreich in den Juni hinein fort. Starke Regenfälle am 2. Juni und in der Nacht zum 3. Juni führten in Vorarlberg und Tirol zu Murenabgängen und überfluteten Straßen in den Bezirken Dornbirn und Kufstein. Die folgenschwersten Gewitter gehen am Ende der zweiten, außergewöhnlich warmen Juni Woche, entlang des Alpenhauptkammes zwischen Salzburg und dem Osten Österreichs nieder. An der Donau ereignete sich das erste Hochwasser in diesem Jahr, in dessen Verlauf auch der Hochwasserschutz für Wien – die Neue Donau – geflutet werden musste. An den Pegeln der Leiblach in Vorarlberg und der Pinka wurden infolge lokaler Starkniederschläge mit Unwettercharakter seltene Hochwasserspitzen beobachtet.

Ein großer Teil der schnell reagierenden Grundwassergebiete zeigte in beiden Junihälften je eine Grundwasserspitze. In den langsamen reagierenden Gebieten stieg ebenfalls der Grundwasserspiegel an, nur in Kärnten und der Steiermark kam es zu einem Absinken. In mehreren niederösterreichischen Gebieten und in Wien wurden neue Maximalwerte gemessen.
 
Details über die Entwicklung der wesentlichen Komponenten des Wasserkreislaufes – Niederschlag, Abfluss und Grundwasser mit Abbildungen und Daten enthält das folgende Dokument.

Anzumerken ist, dass die in diesem Bericht enthaltenen hydrographische Daten und Angaben ungeprüft und daher provisorischen Charakter haben.
 
Eine Übersicht aller aktuellen Pegelstände in Österreich und die Links zu den Hydrographischen Landesdiensten finden Sie unter:
http://gis.lebensministerium.at/ehyd (Karte: Aktuelle Pegeldaten Österreichs).

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16.08.2010, Lebensministerium VII/3