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Frühlingsboten
Foto: BMLFUW/Godina

Hydrographische Übersicht Österreichs - März 2010

Der Jahreszeit entsprechende Temperaturen und wenig Niederschlag charakterisieren den März 2010 in Österreich. Beständige Hochdruckwetterlagen brachten vor allem in der zweiten Monatshälfte, den Regionen nördlich des Alpenhauptkammes niederschlagsarmes Wetter.

Besonders im Norden und Osten Österreichs wurden an den Messstellen nur 20 bis 40 % des mittleren Niederschlags gemessen. Aber nicht nur der Osten erhielt zu wenig Niederschlag, auch im Westen regnete es mit Ausnahme von Vorarlberg weniger als die Hälfte der mittleren Niederschlagssumme.

Bezogen auf das ganze Bundesgebiet wurde im März der langjährige Monatsmittelwert des Niederschlages mit ca. -45% deutlich unterschritten. Da auch der Jänner und der Februar mit -20% unter dem Mittel lagen, vergrößerte sich das Defizit im ersten Quartal des Jahres auf ca. -30% der mittleren Niederschlagssumme.

Viele Gewässer in Österreich starteten in den März mit einer leicht über dem Durchschnitt liegenden Wasserführung. Der Grund war die Schneeschmelze, die durch einen Warmwettereinbruch Ende Februar in niederen Lagen einsetzte und den Abfluss erhöhte. Die auf diese Warmperiode folgende kältere und niederschlagsarme Witterung reduzierte die Schneeschmelze und lies die Abflüsse bis zur Monatsmitte relativ rasch unter die Tagesmittelwerte sinken. Erst die warme und frühlingshafte Witterung in der zweiten Märzhälfte aktivierte neuerdings die Schneeschmelze und sorgte mit Ausnahme des Inns und seiner Zubringer in Tirol, für einen merklichen Anstieg der Wasserführung an Österreichs Gewässern.

Im März 2010 sanken die Grundwasserstände an den meisten Messstellen von Vorarlberg bis Oberösterreich in der ersten Monatshälfte ab und stiegen in der zweiten Monatshälfte an. In Kärnten sanken die Grundwasserspiegel im Krappfeld, Jauntal und Metnitztal den ganzen Monat über langsam ab, während die Ganglinien im restlichen Bundesland einen recht bewegten Gang aufwiesen. Zu Monatsende lagen die Werte im Unteren Drautal und im Unteren Gailtal im Mittel, im Lurnfeld und im Metnitztal darunter, sonst  weiterhin darüber. In Niederösterreich und Wien zeigte sich im März nur im Erlauftal und in der Ybbser Scheibe ein bewegter Grundwasserverlauf mit Anstieg, Absinken und Wiederanstieg. Im Nördlichen Tullnerfeld setzte sich der Anstieg vom Ende des Vormonats noch kurze Zeit fort, dann blieb das Grundwasser auf gleichem Niveau. Viele Grundwassergebiete zeigen zum Monatsende noch deutlich über dem Mittelwert liegende Grundwasserspiegel. In der Steiermark verhielt sich das Grundwasser auch im März sehr inhomogen. Im Oberen Enns- und Murtal sank es in der ersten Dekade ab und stieg ab der zweiten an. Am Ende des Monats lagen die Grundwasserspiegel nur mehr im Grazer und im Leibnitzer Feld über dem Durchschnitt. Im Unteren Murtal, Feistritztal und Ilztal wurden mittlere Werte gemessen, sonst unterdurchschnittliche.

Details über die Entwicklung der wesentlichen Komponenten des Wasserkreislaufes – Niederschlag, Abfluss und Grundwasser mit Abbildungen und Daten enthält das folgende Dokument.

Anzumerken ist, dass die in diesem Bericht enthaltenen hydrologischen Daten und Angaben ungeprüft und daher provisorischen Charakter haben.

Eine Übersicht aller aktuellen Pegelstände in Österreich und die Links zu den Hydrographischen Landesdiensten finden Sie unter:
http://gis.lebensministerium.at/ehyd (Karte: Aktuelle Pegeldaten Österreichs).

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26.05.2010, Lebensministerium VII/3