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Trinkwasser
Foto: Rita Newman

Trinkwasser und Wasserversorgung

Aus Österreichs Wasserhähnen, ob in der Hauptstadt Wien oder in der Tourismus-Gemeinde Ramsau am Dachstein in der Steiermark fließt Trinkwasser. Sämtliche Verwendungen des Wassers im Haushalt, wie Wäsche waschen, kochen, Putzarbeiten oder die Toilettenspülung werden mit Trinkwasser durchgeführt.

Laut Österreichischem Lebensmittelbuch ist Trinkwasser als: „Wasser, das in nativem Zustand oder nach Aufbereitung geeignet ist, vom Menschen ohne Gefährdung seiner Gesundheit genossen zu werden, und das geruchlich, geschmacklich und dem Aussehen nach einwandfrei ist“, definiert.
 
Trinkwasser in Österreichs Haushalten
Der durchschnittliche Verbrauch (ohne Einbeziehung von Gewerbe, Industrie oder Großverbrauchern) liegt bei etwa 135 Litern pro Tag und Person. Ein 4 Personen - Haushalt benötigt durchschnittlich etwa 200 m Trinkwasser pro Jahr. Die Kosten für die Versorgung mit Trinkwasser betragen 1,30 Euro/m.
 
Welche Verwendungen findet das Trinkwasser in Österreichs Haushalten?

  • 34 Prozent : Duschen und Baden
  • 22 Prozent: Toilettenspülung
  • 17 Prozent: Wäsche waschen
  • 7 Prozent: Persönliche Hygiene
  • 6 Prozent: Geschirr spülen
  • 6 Prozent: Andere Verwendungen
  • 5 Prozent: Putzen
  • 3 Prozent: Trinken und Kochen
 
Trinkwasserversorgung
Das österreichische Trinkwasser wird zur Zeit zu 50 Prozent aus Grundwasser und zu 50 Prozent aus Quellwasser gewonnen. Diese Ressourcen werden durch entsprechende Vorgaben im österreichischen Wasserrechtsgesetz gut geschützt.
 
Mehr als 5000 Wasserversorgungsunternehmen versorgen die österreichische Bevölkerung und die Feriengäste mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser, das den strengen, in der Trinkwasserverordnung festgeschriebenen Anforderungen entspricht.
 
Von den insgesamt 8,1 Mio. Einwohnern werden ca. 7 Mio. (87 Prozent), über ein zentrales Trinkwassernetz versorgt. Die meisten Wasserversorger bieten natürliches (unbehandeltes) oder aus Vorsorgegründen desinfiziertem Trinkwasser an. Gemäß dem Trinkwasserreport 2006 sind 96 Prozent der Versorgten zufrieden oder sehr zufrieden mit den Leistungen Ihres Trinkwasserversorgers.
 
Mehr als 1 Mio. Einwohner (13 Prozent) beziehen ihr Trinkwasser aus privaten Brunnen oder Quellen, haben also einen Hausbrunnen, der zum Teil für Trinkwasser verwendet wird.
 
Der Bereich der Hausbrunnen liegt nicht in der öffentlichen, sondern in der privaten Verantwortung der Brunnenbesitzer. Regelmäßige Kontrollen (Qualität des Wassers, Bauzustand des Brunnens etc.) sind auch für Privatbrunnen, vor allem wenn sie für Trinkwasser verwendet werden, dringend anzuraten.
 
Wie sieht die Süßwasserverwendung in Sektoren aus?
Weltweit wird 70 Prozent des Süßwassers für die Landwirtschaft, 22 Prozent für die Industrie und 8 Prozent für die Haushalte verwendet. In Österreich wird nur 5 Prozent für die Landwirtschaft, 56 Prozent für die Industrie und 39 Prozent für die Haushalte verwendet.
 
Wasserversorgung in der Industrie und im Gewerbe
Wasser ist für Industrie und Gewerbe oftmals ein wichtiger Standort- und auch Produktionsfaktor. In den letzten Jahrzehnten hat sich gezeigt, dass auch bei Großverbrauchern in zunehmendem Ausmaß die Einsparung von Wasser notwendig wurde. Ursache dafür war – neben ökologischen Aspekten – vor allem der wirtschaftliche Druck der Ver- und Entsorgungskosten.
 
Diese Sparmaßnahmen erfolgten einerseits durch Umstellung der Produktionsverfahren und andererseits durch Kreislaufführung bereits gebrauchten Wassers (Nutzwasser). Auch die Belastungen der Wasserqualität aus Industrie und Gewerbe konnten durch Maßnahmen in den letzten Jahrzehnten deutlich reduziert werden. Dies spiegelt sich am deutlichsten in der durchwegs guten Qualität unserer Flüsse wider.
 
Wasserversorgung in der Landwirtschaft
Wasser ist ein ganz wesentlicher Produktionsfaktor in der Landwirtschaft. Neben der Versorgung der bäuerlichen Familie mit einwandfreiem Trinkwasser spielt das Vorhandensein ausreichender Wassermengen für das Pflanzenwachstum, für das Tränken der Tiere und für die Sauberkeit und Hygiene im landwirtschaftlichen Betrieb eine entscheidende Rolle.

22.02.2008, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit