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Steuerung der Biologie im Klärwerk Innsbruck
Foto: Rita Newman

„Wasser - Know-how” aus Österreich

Das österreichische „Know-how“ im Bereich der Wasserwirtschaft ist weltweit anerkannt und gefragt. Die hohen Qualitätsanforderungen, die Österreich sowohl an die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung stellt, haben österreichische Unternehmen zu Höchstleistungen bei Umwelttechnologien motiviert.

Österreichs Wasserwirtschaftsunternehmer können beste Erfolge im Bereich der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung aufweisen. Besonders in den Bereichen Abfall- und Wasserwirtschaft bieten österreichische Unternehmen hervorragende Systemlösungen zur nachhaltigen Verbesserung der Umweltsituation an. Sie verfügen meist über jahrzehntelange Erfahrungen und versuchen durch Investitionen in Forschung und Entwicklung ihre Produkte und Dienstleistungen zu optimieren.
 
So haben Österreichs Wasser-Unternehmen international anerkannt hohe Standards im Bereich der Abwasserreinigung, Trinkwasserversorgung, technisches Know-how zur Wasseraufbereitung und Meerwasserentsalzung, beim Bau von Rohr- und Leitungssystemen, Filter- und Reinigungsanlagen, Oberflächenentwässerungssystemen, bei Industriechemikalien zur Wasserreinigung sowie bei Techniken zur Rohrnetzüberprüfung und Steuerungsanlagen jeglicher Art.
 
Die Hauptzielrichtungen des „Know-how Transfers“ österreichischer Unternehmen liegen derzeit in Südosteuropa und in den Zukunftsmärkten Südostasiens, China, Südamerika sowie im Nahen Osten, im arabischen Raum, und im Mittleren Osten.
 
Dort liegt auch der Export-Schwerpunkt von Anlagen zur Versorgung und Aufbereitung von Trinkwasser (Entsalzungsanlagen). In Mittel- und Osteuropa engagiert sich die österreichische Wasserwirtschaft primär im Bereich der Abwasserentsorgung bzw. Abwasserbehandlung sowie in der Energieerzeugung und Wasserkraftnutzung. Dabei spielen vor allem die geografische Nähe und die historische Verbundenheit eine große Rolle.
 
In den wasserarmen Regionen der Welt geht es vor allem um die Bereitstellung, den Transport und die Aufbereitung von Trinkwasser. In den südostasiatischen Märkten steigt durch die sich enorm entwickelnde Industrialisierung der Bedarf an Abwasserentsorgungsanlagen.
 
Umwelttechnologie-Unternehmer im Jahr 2003
Im Jahr 2003 waren 16,4 Prozent aller Umwelttechnologie-Unternehmen im Bereich Wassertechnologie tätig. Den größten Anteil hatte mit 44,6 Prozent die Energietechnologie.
 
Österreichs Umwelttechnologien haben sich zu einem gesamtwirtschaftlich bedeutenden Beschäftigungsfeld mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten entwickelt. Auf den Märkten zeigt sich Umwelttechnik „Made in Austria“ als besonders wachstumsstark, dynamisch, innovativ und technologisch hoch entwickelt. Rund 20.000 Beschäftigte erwirtschaften einen Umsatz von rund 4 Mrd. Euro (ohne Dienstleister). Fast  die Hälfte des Umsatzes entfallen dabei auf saubere Energietechnologien.
 
Bedeutung der Umwelttechnikindustrie nach den Umsätzen im Jahr 2003
(Quelle: WIFO-Erhebung 2005)

  • 47,7 Prozent: Energietechnologie (darunter v.a. Die Kraft-Wärke-Kopplung - Anlagentechnik mit mehr als 40 Prozent, gefolgt von Biomasseanlagen und Wasserkraft.)
  • 13,6 Prozent: Wassertechnologie
  • 13,2 Prozent: Abfalltechnologie
  • 13 Prozent: Mess-, Steuer-, und Regeltechnik
  • 12,4 Prozent: Lufttechnologie
Der Beitrag der österreichischen Umwelttechnikindustrie zum nominellen Bruttoinlandsprodukt konnte von 1 Prozent (1993) auf knapp 2 Prozent des BIP gesteigert werden. 2003 gab es eine Exportquote von 65 Prozent bei Umwelttechnologien. Die Exporte belaufen sich hochgeschätzt auf 2,45 Mrd. Euro.
 
Vorrangiges Ziel in der Wasserwirtschaft ist es, den Export von „Wasser Know-how“ aus Österreich in Zukunft weiter anzukurbeln.

22.02.2008, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit