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Trockenheit
Foto: HD BLGD

Informelles Treffen der UmweltministerInnen – Portugiesische EU-Präsidentschaft

Ein Fünftel der EU – Bevölkerung und 37 % der EU – Fläche waren in den letzten Jahren von Wassermangel, Trockenheit und Dürren mit Schäden von 100 Milliarden € betroffen.

 
Der Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und dem vermehrten Auftreten von Trockenperioden gilt als erwiesen. Die Europäische Kommission schlägt daher vor, die Probleme durch ein Maßnahmenbündel auf Ebene der EU und der Mitgliedsstaaten zu lösen. Dazu soll die EU-Wasserrahmenrichtlinie mit ihren Bewirtschaftungsplänen als zentrales Planungsinstrument genutzt werden. Weitere Politikbereiche wie die Land-, und Forstwirtschaft, Raumordnung, und Regionalförderung sollen verstärkt auf Wassereinsparungen ausgerichtet werden.
 
Die portugiesische EU Präsidentschaft hat diesem Thema eine hohe Priorität gegeben und ein Hintergrundpapier vorgelegt. Mit diesem soll ein breites Bewusstsein für die Problemlage und dessen Zusammenhang mit dem Klimawandel geschaffen, sowie die Größenordnung quantifiziert werden. Im Rahmen des informellen Treffens der UmweltministerInnen in Lissabon soll dieses Thema eingehend behandelt und weitere Maßnahmen beschlossen werden.
 
Auch Österreich wird periodisch von Trockenheit heimgesucht, die in der Landwirtschaft besondere Schäden verursachen können. Die Auswirkungen auf andere Sektoren wie die öffentliche zentrale Wasserversorgung konnten infolge vorbeugender Maßnahmen (Erschließung neuer Wasserentnahmen, Ausbau großräumiger Verbundsysteme) in Grenzen gehalten werden. Besonders sensibel auf Trockenheit reagieren die niederschlagsarmen Regionen im Norden Osten und Südosten Österreichs, mit seicht gründigen Böden und geringem Wasserspeichervermögen. Die bisher vorliegenden Erkenntnisse über die Auswirkungen des Klimawandels in Österreich (Verschiebung der Niederschläge aus dem Sommer in das Winterhalbjahr bei insgesamt gleicher Jahresniederschlagsmenge, deutlicher Anstieg der Temperatur und damit mehr Verdunstung aber auch ein deutlicher Verlust der Wasserspeicherung in Form von Schnee und Eis…)  lassen mittelfristig eine deutliche Verschärfung der Situation erwarten, so keine gegensteuernden Maßnahmen zur Kompensation der Auswirkungen des Klimawandels getroffen werden.

29.08.2007, Lebensministerium VII/2