FloodRisk – Analyse des Hochwassers 2002
Die Hochwasserereignisse aus dem Jahr 2002 mit einem Schadensausmaß von etwa drei Milliarden Euro und insgesamt neun Todesopfern führten (nicht nur) in Österreich zu grundlegenden fachlichen und politischen Diskussionen, wie in Zukunft mit derartigen Naturereignissen umzugehen ist.
Aufbauend auf eine umfassende Ereignisdokumentation wurde eine Kooperation zwischen dem Lebensministerium, der Schweizer Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sowie dem Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) ins Leben gerufen, die sich im Rahmen des Projektes, „Analyse des Hochwassers vom August 2002 – FloodRisk“ mit der Analyse der Vorgänge beschäftigte. Projektsziele waren die Darstellung der Erkenntnisse aus dem Hochwasser 2002, eine Diskussion der bestehenden Defizite, die Beschreibung der Handlungsmöglichkeiten sowie die Ableitung von Strategien zur Umsetzung der Handlungsmöglichkeiten.Für die umfassende und integrale Aufarbeitung der insgesamt 46 Teilprojekte standen innerhalb der knapp eineinhalbjährigen Bearbeitungszeit etwa 1,4 Mio. € zur Verfügung. In keinem anderen vom Hochwasser betroffenen Land wurde eine derartige breit angelegte Studie durchgeführt. Bei einem hochrangig besetzten zweitägigen Fachsymposion am 24. und 25. November 2004 wurden von Umweltminister Josef Pröll und Staatssekretär im BMVIT Helmut Kukacka in Wien die wesentlichsten Ergebnisse der Studie vor mehr als vierhundert TeilnehmerInnen präsentiert und mit ExpertInnen aus allen Fachbereichen diskutiert.
Die Ergebnisse sind als Basis für einen in der nächsten Zeit noch intensiv zu führenden Dialog mit BürgerInnen, Gemeinden, Ländern, Wissenschaft und Planung zu verstehen. Denn eines ist sicher: das nächste Extremereignis kommt sicher, wann, wo und mit welcher Intensität können wir jedoch nicht vorhersagen. Daher müssen wir vorbereitet sein.
10.01.2005, Lebensministerium VII/5

