http://www.wassernet.at

Infonet Lebensministerium.at

Servicelinks

Hauptnavigation Infonet des Lebensministerium

Inhalt

Kann durch die Landwirtschaft die Grundwassermenge beeinflußt werden?

Die großen Grundwasservorkommen Österreichs befinden sich in landwirtschaftlich intensiv genutzten Tal- und Beckenlagen.

Während im alpinen Bereich die Grundwasservorräte sowohl durch versickernde Niederschläge als auch vor allem durch den seitlichen Zufluß von Hangwasser laufend ergänzt werden, erfolgt in den großen ebenen Beckenlagen Ost-Österreichs die Grundwasserneubildung praktisch ausschließlich durch den Anteil des Niederschlages, der nicht verdunstet wird.
 
Da die Höhe der Verdunstung ganz wesentlich von der Dauer der Bodenbedeckung mit grünen Pflanzen abhängt, hat vor allem in den niederschlagsärmeren Gebieten die Fruchtfolgegestaltung einen großen Einfluß auf die Grundwasser-Neubildung: so ergaben Berechnungen des Institutes für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt in Petzenkirchen, daß sich beispielsweise im Marchfeld die ohnehin geringe mittlere Grundwasserneubildung bei einer (aus Sicht des Boden- und Grundwasserschutzes empfehlenswerten) Auflockerung von getreidebetonten Fruchtfolgen mit Sommerzwischenfrüchten in etwa halbieren würde!

22.02.2008, Lebensministerium VII/1