01. Gewässerzustand des Grundwassers
Insgesamt wurde bei 454 von den 2016 Messstellen eine Gefährdung, d.h., für mindestens einen Schadstoff eine Überschreitung des Schwellenwerts festgestellt.
Am Häufigsten wird dabei der Grenzwert von 45 mg/l für Nitrat (249 Messstellen) vorwiegend in den landwirtschaftlich intensiv genutzten Ackerbauregionen des Südostens und Ostens des Bundesgebietes überschritten.Nach der aktuellen Datenauswertung für das Jahr 2007 ist bundesweit nach einem leichten Anstieg seit 2001 nunmehr wieder ein erkennbarer Rückgang der Nitrat-Schwellenwertüberschreitungen an den Grundwassermessstellen festzustellen. 2007 wurde bereits wieder der Tiefstwert an Überschreitungen aus dem Jahr 2000 von 10, 6 % der Messstellen erreicht (2006: 13,4 %).
Einige wenige Grundwasserkörper sind noch mit dem Pflanzenschutzmittel Atrazin bzw. Desethylatrazin belastet, bedingt durch das Einsatzverbot seit 1995 ist diese Problematik jedoch rückläufig.
Überschreitungen des Schwellenwertes durch andere Schadstoffe sind auf Einzelfälle beschränkt.
paul.schenker@lebensministerium.at
04.05.2009, Lebensministerium VII/1

