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Kaft des Wasser, Broschüre aus 2007, geringfügige Änderungen 2010 (Impressum und Vorwort HBM Berlakovitch)
Foto: Lebensminis...

Die Kraft des Wassers

Eine Fibel für richtigen Gebäudeschutz vor Hoch- und Grundwasser
Die Broschüre "Die Kraft des Wassers" soll all jenen, die davon betroffen sein können, eine kurze Information, Anleitung und Hilfestellung zum Thema Hochwasser und Hochwasservorsorge bieten.

Kaum ein Naturereignis hinterlässt in der Öffentlichkeit einen so nachhaltigen Eindruck wie ein Hochwasser. Dies zeigte sich bei den letzten Hochwasserkatastrophen. Trotzdem leben seit Jahrhunderten die Menschen an den Flüssen. Sie leben damit aber mehr oder weniger bewusst auch mit dem Hochwasser.

Durch vielfältige Maßnahmen wurde der Hochwasserschutz in den letzten Jahren und Jahrzehnten wesentlich verbessert. Nicht zuletzt die Hochwasserkatastrophen 2002, die noch in aller Erinnerung sind, machen aber deutlich, dass es den hundertprozentigen Hochwasserschutz nicht gibt und geben kann. Neben den finanziellen sind es auch naturräumliche und ökologische Rahmenbedingungen, die dem technischen Hochwasserschutz Grenzen setzen. Ein gewisses Risiko für Überflutungen, das Restrisiko, bleibt also auch bei noch so großen Anstrengungen im Sinne des Hochwasserschutzes bestehen.
Hochwasserschutzanlagen bieten bis zu ihrem Bemessungsereignis ausreichend Schutz, das entspricht in der Regel im Siedlungsbereich einem Hochwasserereignis wie es im Mittel in hundert Jahren einmal auftritt. Diese statistische Eintrittswahrscheinlichkeit schließt aber nicht aus, dass in Gebieten wo ein solches Ereignis erst vor kurzem stattgefunden hat, ein gleiches oder sogar noch größeres Ereignis morgen oder in naher Zukunft wieder eintreten kann.
Wir alle sind daher gefordert, uns auf das nächste Hochwasserereignis entsprechend vorzubereiten. Die Fortführung der Tätigkeit des Wasserbaus im Sinne des Hochwasserschutzes stellt dabei eine sinnvolle Investition in die Zukunft dar. Neben der öffentlichen Hand ist aber jeder Einzelne aufgefordert das Leben mit dem Hochwasser aktiv zu führen. Im Nahbereich von Gewässern, vor und hinter Dämmen und Hochwasserschutzeinrichtungen muss daher jeder einzelne das Bewusstsein für Risiko und Restrisiko eines Hochwassers bewahren.
Nur wer die Gefahr kennt, kann ihr entsprechend begegnen und mit sinnvollen Maßnahmen dazu beitragen, die möglichen vom Hochwasser hervorgerufenen Schäden und Gefahren zu vermeiden oder zumindest zu verringern.
Die Solidarität der Bevölkerung und die Hilfsbereitschaft für die vom Hochwasser Betroffenen ist und war überwältigend. Trotzdem oder gerade deswegen müssen die in den gefährdeten Gebieten lebenden, wohnenden und arbeitenden Menschen auch ihren Beitrag zum Schutz vor dem Hochwasser und zur Minimierung der möglichen Schäden leisten. Der Eigenvorsorge kommt daher ein hoher und steigender Anteil und Stellenwert am System Hochwasserschutz zu. Die vorliegende Broschüre gibt darüber hinreichend Auskunft und kann entweder durch downloaden oder unter schutzwasserwirtschaft@lebensministerium.at in papierform bezogen werden.

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22.02.2010, Lebensministerium VII/5