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Der Wasserkreislauf

Die Strahlungswärme der Sonne ist der Motor, der den ewigen Kreislauf des Wassers antreibt. Der Rohstoff Wasser wird nicht aufgebraucht, weil er sich im steten Kreislauf befindet -Verdunstung und Niederschlag halten sich die Waage. Was unser Wasser bedroht ist vielmehr die Verschmutzung, die das lebenswichtige Gut zwar nicht vernichtet, aber seine Nutzbarkeit als Trinkwasser beeinträchtigt.

Das gesamte Wasservolumen der Erde bleibt durch den Kreislauf des Wassers im gesamten gesehen gleich. Der Wasserkreislauf ist der ständige Austausch des Wassers in gasförmiger, fester oder flüssiger Form zwischen Meer, Luft und Land. Die Gesamtmenge bleibt dabei unverändert.

Die gesamte Erdoberfläche ist zu 71% von Wasser bedeckt. Die gesamte in einem Jahr bewegte Wassermenge würde die Erde mit einer 3,5 m dicken Wasserschicht bedecken. Der globale Kreislauf ist im Fließgleichgewicht: Niederschlag und Verdunstung halten sich die Waage. Dieser Kreislauf wird durch den Wassertransport vom Meer aufs Land mit feuchten Luftmassen geschlossen. Der Motor dieses Kreislaufes ist die Sonne, deren Strahlungswärme die Verdunstung antreibt. Pro Jahr wird der nicht gefrorene - Wasseranteil etwa 35 bis 40 mal mit diesem Kreislauf umgewälzt.

Je nach Wasserspeicher- und versickerungskapazität eines Bodens, sickert Wasser in tiefere Gesteinsschichten und füllt die Grundwasserspeicher auf. Die regionalen Niederschlagsmengen sind weltweit sehr ungleich verteilt. In Mitteleuropa wird rund 60% des Niederschlages durch Verdunstung von Boden und Pflanzendecke "selbst erzeugt". Der regionale Wasserhaushalt besteht aus Flüssen (Niederschläge, Versickerungen, Quellen,...) und Speichern (Boden-, Grundwasser, Seen, Flüsse). Die Speicher gleichen die zeitlich und örtlich variablen Niederschläge aus.

Die Wassernutzung muss sich an den Niederschlägen orientieren und darf diese nicht auf Dauer überschreiten. Die tatsächliche Wassernutzung ist jedoch verglichen mit dem Niederschlag selbst in hochindustrialisierten Gebieten gering. Das Problem liegt in der starken Nutzung des Grundwassers und in der großen Menge an Schadstoffen, die mit dem genutzten Wasser in die Ökosysteme gelangen. So spiegeln sich Klimaverhältnisse und industrieller Entwicklungsstand in der Wasserbilanz eines Gebietes wider. Haushalte, Industrie und Landwirtschaft sind die wichtigsten Nutzer. Bergbau, Industrie, Landwirtschaft und Unfälle (z.B. Tankwagen) belasten das Grundwasser.

09.11.2004, Lebensministerium VII/3