Die wichtigsten Verursacher von Abwässern
Die wichtigsten Verursacher von Abwässern sind Haushalte, Industrie und Gewerbe, Landwirtschaft und die Klärschlammentsorgung
Haushalte
Ein Teil der Gewässerverschmutzung stammt aus den Abwässern von Siedlungen. Diese führen nicht nur zur Überdüngung, sondern sind auch verantwortlich für den Eintrag von Schadstoffen und Keimen, die sich in Oberflächengewässern leicht verbreiten.
Industrie und Gewerbe
Abwässer aus Industrie und Gewerbe dürfen meist nur nach entsprechender Vorbehandlung zusammen mit Abwässern aus Haushalten in einer Kläranlage gereinigt werden. Die betroffenen Firmen sind verpflichtet, für eine derartige Vorreinigung ihrer Abwässer im eigenen Betrieb zu sorgen.
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft gilt als Haupt-Verursacher erhöhter Nitratbelastungen im Grundwasser. Der im Nitrat gebundene Stickstoff dient den Pflanzen als Nährstoff. Die Qualität des Grundwassers ist gefährdet, wenn Überdüngung dazu führt, dass ein Teil des Stickstoffgehalts des Bodens ausgewaschen wird. Der Nitrateintrag ins Grundwasser wird durch die Pflanzendecke von Grünland und Wald, Winterbegrünungen und bedarfsgerechte Düngung vermindert.
Doch auch Pflanzenschutzmittel sind häufig die Ursache von Grundwasserbelastungen (etwa beim Maisanbau eingesetztes Atrazin und Abbauprodukte). Atrazin ist seit 1995 nicht mehr zugelassen, was hoffen lässt, dass diese Gefahr für die Qualität von Grund- und damit Trinkwasserreserven abklingt.
Klärschlamm-Entsorgung
Der bei der Beseitigung von kommunalen und industriellen Abwässern entstehende Klärschlamm wird in Österreich vor allem in Verbrennungsanlagen entsorgt, gelangt aber auch auf Deponien und in die Landwirtschaft.
22.07.2010, Lebensministerium VII/6


